ATLANTIS II

Ein Schiff mit sehr bewegter Vergangenheit und einem eher unschönen langen Ende

 

 

Stapellauf: 06.04.1956
Ablieferung: 02.06.1956
Indienststellung: 07.06.1956
Bauwerft: Jadewerft Wilhelmshaven G.m.b.H., Wilhelmshaven
Baunummer: 43
Signal: DCHJ
Imonummer: 5029740
BRT: 243
NRT: 109
Länge: 39.12
Breite: 7,42
Tiefgang: 2,80
Knoten: 12,00
PS: 600
KW: 441
Antrieb: 1x MODAG-Diesel

 

STATUS : ABGEWRACKT

 

07.06.1956 - 03.06.1958: "ATLANTIS"
Eigner: Cassen Eils & Visser Fahrgastgesellschaft, Norderney
Liniendienst: 
Büsum - Helgoland (Sommersaison)
Cuxhaven - Helgoland (Wintersaison)

 

04.06.1958 - 00.01.1960: "ATLANTIS"
Eigner: Reederei Cassen Eils G.m.b.H. & Co. KG, Cuxhaven
Liniendienste:
wie oben

 

00.01.1960 - 00.05.1960: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Werftliegezeit bei Mützelfeldt Werft G.m.b.H., Cuxhaven

 

00.05.1960 - 00.10.1960: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Liniendienst: Büsum - Helgoland

 

00.10.1960 - 00.05.1961: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Liniendienst: Cuxhaven - Helgoland

 

24.05.1961 - 00.03.1964: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Liniendienste: 
Norderney - Helgoland (Sommer)
Langeoog - Helgoland (Sommer)
Spiekeroog - Helgoland (Sommer)
In den Wintermonaten Auflieger.
Zeitweilig auch im Einsatz als Reserveschiff für die "SEUTE DEERN" auf der Verbindung Büsum - Helgoland

 

00.03.1964 - 00.04.1964: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Werftliegezeit bei Mützelfeld Werft G.m.b.H., Cuxhaven
Einbau einer neuen Maschine.
1x MWM-Diesel
Knoten: 14,00
PS: 1200
KW: 882

00.04.1964 - 00.10.1964: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Liniendienste:
Norderney - Helgoland
Langeoog - Helgoland
Spiekeroog - Helgoland
Bensersiel - Helgoland
Büsum - Helgoland

Danach Auflieger

 

26.05.1965 - 26.09.1965: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Liniendienst: Büsum - Helgoland

 

27.09.1965 - 00.09.1969: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Liniendienst: Cuxhaven - Helgoland (Sommer)
Im Winter Auflieger

 

00.09.1969 - 00.09.1970: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Kein Liniendienst.
Das Schiff wurde für eine Pornoausstellung nach København verchartert.

 

00.09.1970 - 00.08.1972: "ATLANTIS"
Eigner: Hansa Linien G.m.b.H., Kappeln
Manager: Reederei Cassen Eils G.m.b.H. & Co. KG., Cuxhaven
Liniendienst: Kappeln - Sønderborg

 

28.08.1972 - 05.09.1972: "ATLANTIS"
Eigner: wie oben
Einsatz als Regattabegleitschiff bei der Olympiade in Kiel
Bemerkung:
Nach dem Attentat auf die israelischen Sportler bei den Olympischen Spielen in München zieht die Reederei Cassen Eils alle Schiffe aus der Olympiastadt Kiel zurück.

 

00.10.1972 - 00.00.1974: "ATLANTIS II"
Eigner: Ostsee-Reederei-Anstalt, Vaduz (Panama)
Manager: O.W. Rasmussen, Sønderborg
Charter: Hansa Linien G.m.b.H., Kappeln
Signal: H3UF
Flagge: Panama
Liniendienst: Kappeln - Sønderborg

 

00.00.1974 - 00.00.1983: "ATLANTIS II"
Eigner: wie oben
Manager: wie oben
Charter: Förde Reederei G.m.b.H., Flensburg
Liniendienst: Kappeln - Sønderborg

 

00.00.1983 - 00.1996: "ATLANTIS II"
Eigner: wie oben
Manager: wie oben
Charter: Hansa Linien G.m.b.H., Kappeln
Liniendienst: Kappeln - Sønderborg

 

00.00.1996 - 00.00.1997: "ATLANTIS II"
Eigner: wie oben
Manager: wie oben
Auflieger in Usedom

 

00.00.1997 - 26.04.2013: "ATLANTIS II"
Eigner: wie oben
Manager: Catamaran Charter Company (CCC) Hans Werner Nissen, Mallentin
Auflieger in Netzrlkow (Usedom)


00.00.1999: gesunken


00.00.2000: abgeborgen. Das Schiff wird durch die öffentliche Hand zum Abbruch ausgeschrieben, da die Besitzverhältnisse unklar sind.


24.04.2013: Das Schiff wurde durch die Firma Baltic Taucher gesichert und zum Abbruch nach Szczecin zum Abbruch verholt.

Die Atlantis in Ihrer Urform unter Reederei Cassen Eils

Hier bereits für Hansa Linie im Einsatz

Atlantis II in Kappeln, war gerne ein Postkarten Motiv

Das Traurige ende der Atlantis II ist nicht in Worte zu fassen . Das Schiff wurde nach Ende des Duty Free, einfach in Netzelkow " geparkt " und wurde dann verlassen . Die Reederei war nicht mehr Existent und das Schiff wurde sich selbst Überlassen. Bis es später von Staatlicher Seite Abgegeben wurde. Letzte Haltestelle - eine Polnische Abwrackwerft.

STRALSUND/NETZELKOW. Die im Achterwasser vor Use­dom gesunkene „Atlantis II" wird nun nach mehr als 15 Jahren gehoben und ver­schrottet. Eine Bergungsfirma hat in der vergangenen Woche im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund mit den Arbeiten begonnen. Wie das Amt weiter mitteilte, soll das Schiff nun mit einem Schubschiff in das polnische Stettin gebracht werden. Dort soll es zerlegt und entsorgt werden.
Seit rund 17 Jahren liegt das 53 Meter lange Seebäder­schiff, das einst als Butter­schiff nach Helgoland fuhr, im Hafen von Netzelkow. Mehrfach musste das Land auf eigene Kosten Öl abpum­pen lassen. „Ich bin froh, wenn diese Gefahrstelle, die gleichzeitig ein Schandfleck ist, noch vor der Urlaubssai­son endlich beseitigt wird", sagte der Leiter des Wasser-und Schifffahrtsamtes, Holger Brydda. Da kein Eigentümer ermittelbar war, muss die Bundesbehörde die Kosten in Höhe eines niedrigen sechs­stelligen Betrages überneh­men.
Im Jahr 1996 hatte die Han­sa Shipping APS im Auftrag der Liechtensteiner Ostseeree­derei Vaduz das Schiff in den Netzelkower Hafen bringen lassen. Ursprünglich sollte das Schiff nur wenige Wochen bleiben, doch dann lösten sich beide Firmen auf. Das Schiff schlug 1998 leck, wurde not­dürftig abgedichtet und leer-gepumt, sank dann aber im Sommer 2012 ein zweites mal.

Um Umweltschäden zu ver­meiden, seien damals in Ab­stimmung mit den Umweltbe­hörden rund 4000 Liter eines Öl-Wassergemisches abge­pumpt und fachmännisch ent­sorgt worden. Die Stelle wur­de mit Ölsperren gesichert. Das Wasser- und Schifffahrts­amt wies das Wrack als Ge­fahrenstelle aus und richtete ein Sperrgebiet ein. Trotz in­tensiver Recherchen habe sich kein Eigentümer ermitteln las­sen, sagte Brydda. Weil es ei­ne Gefahr darstelle, müsse es gehoben werden.
Das Amt hat die Bergungs­firma "Baltic Taucher" aus Rostock im Rahmen der soge­nannten Gefahrstellenbeseiti-gung beauftragt, die „Atlantis II" verschrotten zu lassen. Da­zu sollen die Leckagen abge­dichtet werden, um das Schiff wieder schwimmfähig zu ma­chen. Das Wrack wird nun mit einem Schubschiff in das polnische Stettin gebracht.

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© Rick A. Hellmann 2014 - 2019 / Letzte Bearbeitung 17.05.2019 siehe AKTUELLES