SUPERFLEX " WHISKY "

Auftrag: 06.06.1986
Stapellauf: 01.12.1988
Indienststellung: 00.05.1990
Bauwerft: Appedore Fergusen Shipbuilders Ltd., Appledore 
Typ: Mark IV
Baunummer: 145
Signal: OUKY
Registernummer: A 430
Imonummer: 8611611
MMSI:
BRT: 4101
NRT: 1230
TDW: 1338
Länge: 85,21
Breite: 15,31
Tiefgang: 3,50
Knoten: 14,00
PS: 3740
KW: 2750
Antrieb: Cummins- Diesel
Besatzung: 8
Passagiere: 281
PKW: 200
LKW: 30

00.03.1989 - 00.05.1990: "SUPERFLEX WHISKY"
Eigner: North Shipbuilders Ltd., Sunderland
14.03.1989: Auflieger im River Tyne
11.05.1998: Rückkehr nach Sunderland
01.02.1990: Probefahrt

00.05.1990 - 00.02.1995: "MERCANDIA VII"
Eigner: Mercandia Liniere I/S, København
22.05.1990: Überführungsfahrt von Sunderland nach Fredericia
25.09.1990: Ankunft in Fredericia und Auflieger
01.02.1995: Auflieger in Horsens
00.02.1995: verkauft an Dalian Vivid Dragon Shipping Co., Dalian
Verkaufspreis: 37 Mill. DKR

18.02.1995 - 25.04.1995: "DVD NO. II"
Eigner: Golden Dragon Shipping CO., Kingston (St.Vincent & Grenadieres)
Manager: Dalian Vivid Dragon Shipping Co., Dalian (China)
Signal: J8KE9
Registernummer: 6407
11.02.1995: Auslaufend Fredericia nach Dalian
18.02.1995: Während der Überführungsfahrt Maschinenschaden. Zur Reparatur nach Cuxhaven.

00.05.1995 - 00.00.1997: "DVD NO. II"
Eigner: wie oben
Auflieger in Dalian

00.00.1997 - 00.00.1998: "YONG LIAN"
Eigner: wie oben
Unbekannter Charterer

00.00.1998 - 00-05.1998: "YONG QIANG"
Eigner: wie oben
Charterer unbekannt-

00.05.1998 - 00.00.2006: "DVD NO. II"
Eigner: wie oben
Auflieger in Dalian

00.00.2006 - 00.00.2008: "DVD NO. II
Eigner: Unbekannter Eigner Indonesien
Liniendienst: Haikou - Hainan

00.03.2008- 28.01.2011: "LAUT TEDUH 2"
Eigner: Ros Indopratma, Djarkarta
Liniendienst: Merak - Bakauhemi

28.01.2011: Auf der Fahrt von Merak nach Bakauhemi vollständig ausgebrannt. Dabei kamen 13 Personen ums Leben. Ursache des Feuers war ein in Brand geratener Bus . Die Löschversuche zogen sich über mehrere Tage hin . 

Das Wrack des Schiffes wurde später im Hafen von Merak Verschrottet . Während des Abwrackens brach erneut ein feuer aus , ein Arbeiter wurde hierbei leicht verletzt .

Das Unglück wurde von dortigen behörden genauestens Untersucht. Hierbei diente die ROSMALA als Vorbild . Die Untersuchung sollte klären , warum sich das Feuer so schnell über das Schiff verteilt hat.

 

 

Das Unglück der "LAUT TEDUH 2" sollte das Thema Schiffsicherheit in Indonesien verändern,na ja, so die Theorie.

Es ist kein Geheimnis das Stoni und mir der Originale Untersuchungsbericht dieses Unglücks vorliegen – in der Originalfassung – Indonesisch ( kann per PDF versendet werden ) . 

Verkürzter Bericht des Unglücks auf der "LAUT TEDUH II", nach Angaben des offiziellen Untersuchungsberichtes des Komitee Nasional Keselamatan Transportas ( KNKT-11-01-01-03 ) 2012 Abschließender Bericht 

 

ANMERKUNG : Die hier gezeigten Bilder entstammen dem Offiziellen Bericht.

Am 28. Januar 2011, um 15:19 Uhr verlässt die "LAUT TEDUH 2" den Anleger von Merak. Zielhafen sollte der Hafen Bakauheni/Lampung sein . Die Fähre ist mit einer Geschwindigkeit von 6 Knoten unterwegs. Gegen 15:50 Uhr erreichte die Fähre die Insel Pulau Tempurung. Über Traffic Control kommen die ersten Nachrichten eines Brandes an Bord durch. Gegen 16 Uhr erfolgt die Bestätigung des Brandes an Bord. 2 Besatzungsmitglieder machen sich auf den Weg zum Brandherd. Beim Eintreffen auf dem Autodeck fanden die Mitglieder einen brennenden Bus vor. Der Versuch, das Feuer mit an Bord befindlichen CO2 Trockenpulver löschen, scheiterte . In Folge weniger Minuten wurden die Löschversuchen durch beissenden , dichten schwarzen Rauch erschwert. Die Mannschaft war nicht mehr in der Lage das Feuer unter Kontrolle zu bringen . Das Feuer wuchs binnen weniger Minuten und es wurde begonnen, die Passagiere an Bord zu evakuieren. In dieser Zeit sprang das Feuer vom unteren auf das obere Autodeck über - sowie ins innere des Schiffes unterhalb des ersten Fahrzeugdecks.

Die meisten Passagiere verließen das Schiff durch den Sprung ins Wasser, ein Rettungsboot wurde mit 30 Personen zu Wasser gelassen, drei Rettungsinseln kamen ebenfalls zum Einsatz.
Das Feuer arbeitete sich während dessen zu den Hilfsmotoren vor und verursachte hierdurch einen Black Out der gesammten Maschine und Elektrik. Das Feuer erreichte nun auch die Passagier Einrichtung .

Und zerstörte letztendlich auch die Brücke

Durch den Ausfall der Maschine trieb das Schiff Richtung Küste von Anyer und lief dort auf Grund.
Das Schiff brannte in voller Ausdehnung .
Es befanden sich 241 Personen an Bord , von denen 164 leicht verletzt wurden.
In den Flammen starben insgesamt 27 Personen ( 22 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder )

Das KOMITEE NASIONAL KESELAMTAN TRANSPORTASI kam zu dem Schluss, das das Feuer auf dem unteren Autodeck ausbrach , wie bereits erwähnt . Das Feuer breitete sich in rasender Geschwindigkeit aber nicht nur zwischen den dort befindlichen Autos aus , sondern sprang auch aufs obere Autodeck über . Hier war einer der Schwachpunkte zu finden die das Schiff in die verheerende Position brachte . Das Feuer huschte quasi an den Zwischenräumen der hydraulischen Rampe auf das Oberdeck und setzte seinen Vernichtungsweg fort . Dieses führte dazu das auch die oberen PKW Feuer fingen . Unklar war jedoch , wieso das Feuer jedoch auch in die entgegen gesetzte Richtung ins Innere des Schiffes wanderte . Das Deck und der Rumpf der "LAUT TEDUH II" waren dermaßen durch das Feuer zerstört worden , das man dort die Fragen nicht beantworten konnte . Die im Merak Dock befindliche "KMP ROSMALA" ( Ex "SUPERFLEX JULIET" ) diente hierzu als Live Abbild der Teduh II . Es wurde festgestellt das sich in Höhe des brennenden Busses zwei Abluftrohre befanden, die aus dem schiffsinneren kamen , durch jene ( so die Inspektoren ) wurde das Feuer in das schiffsinnere gepresst und richtete dort ein wahres Inferno an . Alleine dort kamen 2 Personen ums Leben.

Im weiteren Verlauf diente die ROSMALA ( die im übrigen aufgrund defekter Funkanlage und aufgrund des Vorfalls aufgelegt war ) Stück für Stück zur Rekonstruktion des Unglücks. 

(Die Funk Anlage auf der TEDUH 2 war im übrigen so klassifiziert :
Lizenz : Directorate General of Sea Transportation Nr. NA.715/73/23/D.V2010 vom 12. November 2010)

Im Verlauf dieser Rekonstruktion stellte man weitere Mängel fest und stellte zudem fest, das die Rettungseinrichtungen ( welche noch aus der Bauzeit stammten ) längts nicht mehr funktionsfähig waren . Die Indonesischen Behörden gingen in ihren Untersuchungen davon aus , das beide Schiffe Identisch waren , soweit erkennbar – wurden Eignerwechsel in der Vergangenheit und damit eventuelle Umbauten nicht berücksichtigt .
Man muss an dieser Stelle anmerken , das der Untersuchungsbericht sich zu sehr an die Daten und Ausrüstung der ROSMALA bindet, hierbei ist dann zu bedenken , das ROSMALA & TEDU II nicht als ein einige Zwillinge gesehen werden dürfen . Auch hier könnte man nun einen eigenen Bericht fertigen, aber das wäre denn doch zuviel des guten.

Es wurde sich allerdings dafür ausgesprochen , das alle Fähren nach SOLAS Kapitel II-2 nach- bzw. oder aufgerüstet werden sollten. Es umfasst die Bestimmungen über Bau, Brandschutz, Sprinkler Anlagen. Der Zustand der Anlage sollte der Zeit und dem Zustand standhalten können. Insbesondere sollten Erkennungs- und Löscheinrichtungen eingesetzt werden. 
Ebenso fehlte ein Hydrant auf dem Autodeck. Auch dieses sollte zukünftig vorhanden sein.

( Zwischenbemerkung : An dieser Stelle sollte man einfließen lassen , das dort unten Schiffe fahren , die das Wort SOLAS nie gehört haben und wohl nie kennen lernen werden. In Folge der Recherche ( bezogen auf das Jahr 2011 ) sind in dieser Region 26 Fähren durch Feuer zerstört worden , wiederum 8 durch Kollision und 2 gingen einfach unter )



Während der Untersuchung stellte sich heraus , das auch der Kapitän an der verheerenden Brandkatastrophe mitschuldig war. So soll er kurz nach Ausbruch des Feuers versucht haben, umgehend Land anzusteuern . Das Schiff kam somit in die prikäre Lage in den Wind zu drehen , was das Feuer weiter Richtung Heck trieb . Schon kurze Zeit später kam es zum Black out der Maschine und das spätere auf grundlaufen.

.Bereits jetzt war allerdings schon das Ende der Teduh II besiegelt . Aufgrund fehlender oder mangelhaft gewarteter Brandschutzeinrichtungen war es nicht mehr möglich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen . Später eintreffende Schiffseinheiten bargen zuerst die lebenden Opfer, die sich zumeist in der See befanden . Erst nach etwa zweieinhalb Stunden wurde begonnen, das Schiff zu löschen. Dieses erwies sich als sehr schwer und so wurden die letzten Glutnester erst Tage später gelöscht und das Schiff wurde später nach Merak zum Abwracken geschleppt . Auf der Werft selbst, während der Abbrucharbeiten brach erneut ein Feuer aus . Wohl durch Unachtsamkeit hatte man einen Tank getroffen in dem sich noch Reste von Treibstoff befanden.


Prolog :

Das Unglück der Teduh 2 und die Untersuchung des Unglücks sollte dazu führen , das die Fähren in Indonesien/Malaysia sicherer werden, bzw die Sicherheitsstandards verbessert werden . Unter anderem wird die Nachrüstung von Sprinklern , Sensoren und Kameras empfohlen, sowie eine permanente Schulung der Mannschaften der Fähren . All dieses ist allerdings bisher wohl Fiction . Dieses lässt sich daraus ersehen – was dort unten noch an Gammelkram rumschippert und das wichtige Koordinationen wie Schiffs- Tüv, Kontrollen und Ladungssicherheit immer noch vernachlässigt werden . Ein Feuer wie an Bord der Teduh 2 ist in der Region keine Seltenheit und leider kommt es immer wieder zu Opfern. Unternommen wird jedoch recht wenig und vieles versickert in den Schubladen der Betreiber . Ein Teil der Fährlinien wird vom Militär betrieben , dessen Schiffe sind jedoch sehr gut ausgerüstet . Alle anderen Schiffe sind schwimmende Zeitbomben – nein die Aussage ist falsch – wurden zu schwimmenden Zeitbomben gemacht. Durch Unkentniss und Vernachlässigung der Schiffe.

Sinn und zweck des ganzen hier war das Ende der Superflex Whisky kurz und bündig darzustellen , alles aus dem Bericht zu übernehmen wäre an dieser Stelle zu weitläufig und unrealistisch .
 

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© Rick A. Hellmann 2014 - 2019 / Letzte Bearbeitung 17.05.2019 siehe AKTUELLES